Clevere Technik für mehr Wohlbefinden

 
Befehle an das System per SMS aus dem Urlaub
Steuerung über ein bekanntes Medium - den Fernseher

Wohnungen oder Häuser, die mitdenken? Die die Temperaturen regeln, die Kaffeemaschine anstellen, Jalousien, Türen und Tore selbstständig öffnen und schließen, den Backofen vorheizen und das Badewasser einlaufen lassen? All diese und noch mehr Dinge sind bereits heute möglich, und zwar im Neubau genau wie zum Nachrüsten für bestehende Häuser und Altbauten.

Zur Steuerung seines Umfeldes gibt es verschiedene Varianten. Junge Leute haben Spaß an computergesteuerten Systemen, die zu vorab eingestellten Uhrzeiten Licht anschalten, Markisen aus- oder einfahren und noch viele weitere Dinge können, die man ihnen eingibt. Auch Befehle per SMS kann man seinem Zuhause erteilen, von unterwegs, von der Arbeitsstelle oder aus dem Urlaub. So läuft die Heizung für die gewünschte Temperatur, damit die Rohre nicht platzen, wenn man im Winter verreist. Genau so kann man das Klima in der Wohnung regulieren, wenn es draußen brütend heiß ist. Nicht zuletzt ist ein intelligentes System in der Umfeldsteuerung auch ein zusätzliches Sicherheitspaket: Gerade bei Abwesenheit lassen sich Jalousien, Licht und Markisen bedienen, sodass nicht erkennbar ist, dass niemand zuhause ist. Zudem können Steuerungssysteme per E-Mail oder SMS benachrichtigen, wenn aus Versehen ein Fenster offensteht oder sich gar Rauch entwickelt; dies bedeutet mehr Schutz vor Einbruch und Bränden.
 
Weniger computeraffine Menschen, Senioren und behinderte Menschen mögen eine Sprachsteuerung bevorzugen oder eine Infrarot-Fernbedienung benutzen. Diese Wohnraumsteuerungen eignen sich zum Nachrüsten - aus einer normalen Wohnung wird ein senioren- und behindertengerechtes Zuhause, das ein selbstständiges Leben ermöglicht. Es herrscht immer das gewünschte Klima in der Wohnung, für frische Luft sorgen Steuerungen für die Fenster. Droht Regen, so schließen sie sich selbsttätig. Wird die gewünschte Temperatur unter- oder überschritten, so steuert ein solches System die Wärme- oder Kältezufuhr selbstständig. Bewegungsmelder schalten die Beleuchtung ein beim Betreten eines Raumes, und sie schalten es aus, wenn der Raum verlassen wird. Türen und Tore öffnen und schließen sich von allein.
Bevor man aus Altersgründen oder anderweitigen Gründen einen Umzug erwägt, sollte man sich über diese neuen Technologien informieren. Sie kosten nicht mehr als ein Umzug, ältere Herrschaften werden nicht mehr verpflanzt - schon gar nicht in Heime -, und man kann in seiner gewohnten Nachbarschaft sein Leben genießen.
 
Nachrüstungen mit den sogenannten Assisted Living Technologies bringen diese Möglichkeiten zur Steuerung mit und sind mit den entsprechenden Stellen vernetzt:
  • Internet mit Hochgeschwindigkeit
  • Steuerung von Licht, Heizung und Klima
  • Zentralschalter für Herd und Steckdosen
  • Vernetzung von Rauchmeldern, Bewegungsmeldern, Gasmeldern und Einbruchmeldeanlagen
  • Notrufsysteme wie Pflegedienste und Feuerwehr
 
Der Smart Living Manager
 
Hinter dem Smart Living Manager verbirgt sich eine kleine Box, die an einen Fernseher angeschlossen wird. Über die normale Fernbedienung können Informationen über Services, lokale Neuigkeiten und Energiewerte abgelesen werden. Diese Set-Top Box hilft dabei, seine Kosten und Energiekosten ständig unter Kontrolle zu haben. Nur wer seine Kosten genau kennt, kann welche einsparen und die Umwelt schonen, indem vernünftig mit Wasser und Heizungen umgegangen wird. Zurzeit arbeitet das Fraunhofer-Institut an Erweiterungen wie Sicherheitsfeatures, Telemedizin und Dienstleistungen, die der Smart Living Manager erleichtern soll.

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