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Holz & Energie | Leitfaden heimisches Holz

Heimisches Holz - Förderung der Schutzwaldbewirtschaftung und Regionale Wertschöpfung

Die Verwendung von regionalem Holz ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Dieser negativen Entwicklung möchten wir mit dem vorliegenden Leitfaden entgegenwirken. Er soll Ihnen erleichtern, gezielt heimisches Holz für Ihre Bauvorhaben einzusetzen.
 
Vorarlberger Wald: Schutzwirkung und regionale Wertschöpfung

Etwas mehr als ein Drittel der Vorarlberger Landesfläche ist mit Wald bedeckt. Die Wirkungen des Waldes sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung (Erholungs-, Wohlfahrts-, Nutz- und Schutzfunktion). Insbesondere die Schutzfunktion ist für das Gebirgsland Vorarlberg von besonderer Bedeutung. Zwei Drittel des Landes wären ohne die Schutzfunktion des Waldes nicht oder nur mit großen Einschränkungen besiedelbar. Durch eine Verbesserung der Absatzmöglichkeiten des Holzes aus unseren Wäldern zu entsprechenden Preisen wird die Waldbewirtschaftung in Vorarlberg unterstützt. Bewirtschaftete Wälder bieten einen wesentlich besseren Schutzerfüllungsgrad als unbewirtschaftete.
 
Wertschöpfung und geringere Umweltbelastung

Durch den Einsatz und die Verarbeitung von regionalem Holz erhöht sich die Wertschöpfung im Lande. Arbeitsplätze werden geschaffen bzw. gesichert und die Ausgaben für den Rohstoff verbleiben in der Region. Außerdem haben wir mit der Verwendung von heimischem Holz kurze Transportwege, da der Export von unverarbeitetem Holz zu weit entfernten Sägereien und der Import von Bauholz überflüssig werden. Damit verbunden ist eine geringere Verkehrs- und Umweltbelastung. Bei der Bestellung von Holz direkt beim Waldbesitzer lässt sich der Transportweg bis zu seiner Herkunft im Wald für den Kunden eindeutig nachvollziehen. Dadurch ist eine garantierte Herkunft gewährleistet und der Kunde hat die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit den Erzeugern sein Holz vor Ort selbst auszuwählen. Der Vorteil der geringeren Umweltbelastung ist weitgehend auch bei einer Bestellung beim regionalen Säger gegeben.
 
Heimisches Vollholz oder verleimte Holzprodukte?

Für den Holzbau eignet sich Vollholz aus einem normalen Sägeeinschnitt. Die meisten statischen Anforderungen lassen sich konstruktiv mit Vollholz lösen. Vollholz ist am Holzmarkt in Vorarlberg in ausreichender Menge verfügbar. Eine direkte Bestellung ist bei einigen Waldbesitzer mittels Bauholzliste möglich (siehe Anhang). Gröals Konstruktionsvollholz (KVH) importiert. Bei KVH findet eine Keilverzinkung mittels Klebstoffen in der Länge statt (Hauptlänge 13 m). Beim Holzverarbeiter sind diese KVH-Hölzer teilweise wegen der einfachen Manipulierbarkeit beliebt. Eine statische Notwendigkeit dazu gibt es nicht. Brettschichtholz erreichen wesentlich höhere Tragfähigkeiten und werden insbesondere im Ingenieurholzbau bei besonderen statischen Anforderungen verwendet. Bei Brettschichtholz werden 30 bis 40mm dicke Holzlammellen längs und flächig verleimt. Es sind größere Querschnitte möglich als beim Vollholz. Weiters ist die Herstellung gebogener Träger möglich. Der Kubikmeterpreis für Brettschichtholz liegt allerdings weit über dem Preis des Vollholzes. Außerdem ist die Entsorgung problematisch, da verleimte Hölzer speziell entsorgt werden müssen. OSB Platten sind Platten aus verleimten langen Spänen. Sie werden im Holzbau wie das KVH-Holz aufgrund der einfachen Manipulierbarkeit und Arbeitsabwicklung hauptsächlich zur Beplankung von Holzständern eingesetzt. Für diesen Einsatzbereich eignet sich auch die traditionelle Diagonalschalung, die mit Holz aus der regionalen Wertschöpfung erstellt wird. Als Vorteile sind neben der Leimfreiheit auch die besser Speicherwirkung aufgrund der höheren Masse und der geringere Energieverbrauch für die Erstellung zu nennen

Allgemeine Vorteile Holzverwendung

Im Folgenden sind schlagwortartig einige Vorteile des Baustoffes Holz angeführt:
  • Holzverwendung ist aktiver Klimaschutz (CO2-Kreislauf/CO2-Speicherung)
  • Nachhaltiger und ökologische Baustoff (Produktion und Verarbeitung)
  • Wieder verwertbarer Werkstoff
  • Hohe Festigkeit bezogen auf sein Eigengewicht
  • Natürliche Dauerhaftigkeit (Historische Bauten)
  • Gute Verbindung mit anderen Werkstoffen
  • Geringe Wärmeleitfähigkeit, gute Wärmedämmung
  • Hohe Flexibilität in der Architektur
  • Ausgezeichnete wohnbiologische Eigenschaften (warme Oberfläche, Behaglichkeit)
  • Seine natürliche Schönheit - Ästhetik - Atmosphäre
  • Kurze Bauzeit (Vorfertigung, keine langen Trocknungszeiten)
Landwirtschaftskammer VorarlbergWaldverband VorarlbergLeitfaden heimisches Holz
     
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