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„Behauste Scheune“

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Ausgezeichnete „Behauste Scheune“

Vaduz – Bereits zum 5. Mal fand der Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ des Callwey Verlags in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum statt. Gewonnen wurde er von Bernardo Bader, einem Lehrbeauftragten der Universität Liechtenstein. Das beste Einfamilienhaus im deutschsprachigen Raum steht im Bregenzerwald in Vorarlberg. Dies entschied die Jury, die bei 228 eingereichten Projekten aus Deutschland, Italien, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden die Qual der Wahl hatte. Insgesamt wurden sechs Anerkennungen verliehen und ein Preisträger erkoren.

Einfach, regional, zurückhaltend

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis gewann Bernardo Bader Architekt aus Dornbirn in Österreich mit seinem Projekt „Behauste Scheune“. Die Einfachheit, die Zurückhaltung und der Umgang mit heimischen Materialien hat die Jury überzeugt. Das Gebäude mit seinen 150 Quadratmetern besteht nur aus schlichten Elementen. Die Bretter-Fassade aus Weisstanne stammt aus den eigenen Waldungen des Bauherrn und passt sich dem Land an, die grosse Fensterfront steht für gradlinige Moderne. Das Architekturbüro Bernardo Bader erhält so die Struktur der Umgebung: Ein Dorf mit Scheunen, das Land als Garten, wurde das Preisgericht zitiert. Die Jury war begeistert von diesem selbstverständlichem, im Detail aber meisterhaft geprägtem Haus, das an die abgerissene Scheune, die zuvor seit Jahrzehnten an gleicher Stelle stand, erinnert.

Erfolgreiches Jahr des Instituts für Architektur und Raumentwicklung

Der Preis für das „Haus des Jahres 2015“ war aber nicht der einzige, den Bernardo Bader in diesem Jahr gewann. Bereits im Juli hat der Architekt, der seit 2008 als Lehrbeauftragter an der Universität Liechtenstein tätig ist, beim Vorarlberg Holzbaupreis einen Preis und eine Auszeichnung u. a. für das Pfarrhaus in Krumbach erhalten und im August gewann er den Wettbewerb für einen Kindergarten im deutschen Heilbronn. Für Aufsehen sorgte auch der Inhaber des Lehrstuhls für Nachhaltiges Bauen an der Universität Liechtenstein, Dietrich Schwarz, mit einer „vorbildlichen Wohnsiedlung“ in Mellingen an der Reuss. Westlich der kleinen Altstadt von Mellingen hat Schwarz ein Wohnquartier errichtet, das „städtische Eleganz und Geborgenheit zugleich“ vermittelt, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ betonte.

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