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Beleuchtungssysteme in der Industrie

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Was würde die Menschheit heutzutage bloß ohne die Erfindung der Glühbirne tun? Auch wenn die Produktion der herkömmlichen Glühbirne mittlerweile eingestellt worden ist und aufgrund ihrer geringen Energieeffizienz größtenteils auch bereits vom Markt verschwunden sind, sind die neuen Energiesparlampen und LEDs natürlich genauso wichtig, wie ehemals die normale Glühbirne.

Denn mittlerweile ist es doch kaum mehr vorstellbar, dass die Menschen früher tatsächlich abends in totaler Dunkelheit gesessen haben oder nur Kerzenschein ihren Wohnbereich erhellt haben. Von arbeiten zu später Stunde konnte da gar nicht die Rede sein. Im heutigen Industriezeitalter muss sich natürlich niemand mehr Gedanken über fehlende Lichtquellen machen. Sollte auch niemand, denn heutzutage werden die meisten Industriebetriebe rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche beleuchtet – die Arbeit muss eben auch am Wochenende und nachts weiter gehen. Während künstliches Licht dementsprechend als selbstverständlich angesehen wird, soll an dieser Stelle nun aufgezeigt werden, warum eine vernünftige Beleuchtung – die in der benötigten Form leider immer noch nicht in allen Industriebetrieben gegeben ist – so wichtig ist.

Gründe für professionelle Beleuchtungssysteme

1. Gefahrenquellen eindämmen

Ist ein industrieller Arbeitsplatz nicht richtig beleuchtet, kann dies diverse Gefahrenquellen mit sich bringen. Das beginnt schon bei der Unfallgefahr. Gerade wenn mit Maschinen gearbeitet wird, die trotz Schutzkleidung ein hohes Unfallrisiko mit sich bringen, sollte dieser Arbeitsbereich ideal ausgeleuchtet sein. Das bedeutet, es dürfen keine dunklen Ecken entstehen, an denen der Arbeiter nicht richtig erkennt, was er dort genau tut. Auch können schlecht ausgeleuchtete Hallen so simple Gefahren wie Stolperfallen bergen. Eine kleine Kiste, über die gestolpert werden kann oder ein aufrecht stehender Nagel, in den hinein getreten werden kann, sind bei unzureichender Beleuchtung schnell zu übersehen, die Folgen können aber sehr schmerzhaft sein. Ist die richtige Beleuchtung aber gegeben, können Unfallgefahren frühzeitig erkannt werden.

2. Optimale Erfüllung der Aufgaben

Ein Arbeitnehmer soll seine Aufgaben natürlich so gut es geht erfüllen. Gerade bei feinmotorischen Aufgaben ist es daher sehr wichtig, dass der Arbeiter genauestens sehen kann, was er da eigentlich tut. Mit der richtigen Beleuchtung kann der entsprechende Arbeiter seinen Auftrag nach bestem Können durchführen, was wiederum den Kunden bzw. Käufer der Ware zufrieden stimmt. Eine Aufgabe, die in einer schlechten Beleuchtung durchgeführt wurde, kann oftmals etwas schlampig erscheinen, was dem Kunden sofort auffällt und sicherlich zu seiner Unzufriedenheit führt.

3. Positiver Einfluss auf die Gesundheit

Viele kennen es sicherlich auch von Zuhause: Flackerndes Licht oder in der Dunkelheit auf das Licht des PC-Monitors schauen, kann schnell Kopfschmerzen hervorrufen, vor allem wenn die betroffene Person ohnehin schon Migräne-anfällig ist. Hält sich nun ein Arbeiter acht oder mehr Stunden an einem schlecht beleuchteten Arbeitsplatz auf, dauert es sicherlich nicht lange, bis er die gesundheitlichen Folgen zu spüren bekommt. Ist ein industrieller Arbeitsplatz schlecht ausgeleuchtet, muss sich noch mehr konzentriert werden als ohnehin schon. Dies kann einerseits die bereits genannten Kopfschmerzen zur Folge haben oder aber auch eine vorzeitige Ermüdung, sodass der Arbeiter nicht in der Lage ist, die volle Arbeitsleistung über den gesamten Tag zu erbringen. Außerdem fühlt sich ein Arbeitnehmer sicherlich wohler, wenn er an seinem Arbeitsplatz nicht fürchten muss, über den Tag unter gesundheitlichen Einschränkungen zu leiden. Und ein sich wohl fühlender Arbeiter ist dementsprechend natürlich auch motivierter und effektiver!

4. Kosten einsparen

Einerseits ergibt sich aus den oben genannten Gründen schon einmal eine Einsparung, weil Mitarbeiter seltener in den Krankenstand gehen müssen. Aber auch die Anschaffung eines professionellen Beleuchtungssystems spart dem Betreiber mit der Zeit erhebliche Kosten ein. Im Falle der Industriebeleuchtung sind die Anschaffungskosten zunächst relativ hoch, wenn ein komplett neues System eingebaut werden muss. Diese Tatsache lässt den einen oder anderen dabei sicherlich zurückschrecken. Allerdings werden sich die Anschaffungskosten nach einer Weile durchaus rechnen. Moderne Systeme wie von Philips haben nämlich eine deutlich höhere Haltbarkeit, was auch die Wartungskosten in Grenzen hält. Entscheidet sich der Besitzer einer Industriehalle beispielsweise für LEDs, kann er enorm viel Energie einsparen – und somit auch Stromkosten deutlich reduzieren. Abgesehen von den Vorteilen bei den Kosten sind LEDs natürlich auch umweltschonender und eignen sich aufgrund ihrer geringen Wärmeentwicklung auch in gekühlten Hallen sehr gut.

5. Einhaltung rechtlicher Grundlagen

Wie bei vielen anderen Dingen auch, gibt es ebenfalls bei der Beleuchtung rechtliche Grundlinien, welche ein Betrieb in der EU einzuhalten hat. Die EU-Arbeitsstättenrichtlinie und die Arbeitsstättenverordnung 2004 besagen zum Beispiel, dass eine Arbeitsstätte nicht nur möglichst viel Tageslicht erhalten muss, sondern auch mit einer angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein muss. Für ein Unternehmen ist es demnach also auch rein rechtlich betrachtet wichtig, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen, denn bei ungenügenden Arbeitsbedingungen – unter die auch die Lichtverhältnisse fallen – können ansonsten empfindliche Strafen für den oder die Verantwortlichen folgen.

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