Energie sparen
Strom sparen
In Österreich liegt der Anteil der Energiekosten an den Haushaltsausgaben bei 8,2% (4,6% für Heizen, Warmwasseraufbereitung und Strom; 3,6% entfallen auf Treibstoffkosten für den privaten PKW). Alleine in den Jahren von 2005 auf 2007 sind die Ausgaben für Energie pro Haushalt und Jahr um durchschnittlich 400 Euro gestiegen. Strom wird also stetig teurer - die einzige wirklich wirksame Alternative dazu heißt Strom sparen. Unsere Tipps fürs Energiesparen lassen sich einfach umsetzen – ohne viel Aufwand und ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten.
Stromfresser lassen sich übrigens relativ einfach identifizieren: einfach ein Strommessgerät zwischen Steckdose und Gerät stecken, schon am nächsten Tag wird der Verbrauch (in Watt und Geld) angezeigt. Solche Messgeräte können bei Energieversorgern und Verbraucherberatungsstellen ausgeliehen werden.
Bügeln
- Ein Bügelbrett benutzen, das Wärme reflektiert.
- Bügeleisen zeitgerecht ausschalten und die Restwärme nutzen.
- Wäsche nach Bügeltemperatur sortieren und mit der niedrigsten Temperatur anfangen.
Computer, Drucker & Co
- Viele Monitore verbrauchen doppelt so viel Strom wie der Rechner, auch der Bildschirmschoner vermindert den Verbrauch nur unwesentlich.
- Drucker, Scanner und Lautsprecher nur dann einschalten, wenn sie wirklich gebraucht werden.
Duschen und baden
Lieber öfter duschen als in die Badewanne steigen. Wer zusätzlich noch Spar-Duschköpfe oder -armatursysteme verwendet, reduziert den Warmwasserverbrauch deutlich.
Energiesparlampen
- Die Anschaffung von Energiesparlampen ist zwar teurer, der Energieverbrauch reduziert sich jedoch bis zu 80 %. Außerdem „leben“ Energiesparlampen länger.
- Tauschen Sie zuerst jene Glühlampen aus, die pro Tag am längsten brennen.
Gefriertruhe
Hier sollten Bedarf und Größe übereinstimmen, denn schon 100 Liter ungenutzter Gefrierraum verbrauchen jährlich bis zu 200 kWh.
Geschirrspülmaschine
- Geschirr muss vor dem Waschen in der Spülmaschine nicht heiß abgespült werden, das kostet nur Energie und z.B. Eiweiß löst sich nur in kaltem Wasser. Wer also nicht darauf verzichten will, für den reicht kaltes Wasser völlig aus.
- Nur voll beladene Maschine einschalten - trotz sparsamen Programmen ist eine volle Ladung immer noch günstiger als zwei halbe. Auch beim Geschirrspülen kann ein günstigerer Nacht-Tarif genutzt werden.
- Eine Reduktion der Temperatur von 60 auf 50 Grad spart 25% Stromkosten.
- Wer über eine Solaranlage verfügt, der schließt die Spülmaschine am besten dort mit an, denn der Großteil des Energieverbrauchs fällt beim Aufheizen des Wassers an.
Herd und Backrohr
- Darauf achten, dass Durchmesser von Topf und Herdplatte zusammenpassen. Pro Zentimeter, den der Topf zu klein ist, werden 20 - 30% mehr Strom verbaucht als nötig.
- Wer mit Deckel kocht, kann bis zu 25% Energie sparen (v.a. wenn mit wenig Wasser gekocht wird). Ein gekippter Deckel verbraucht die doppelte, gar kein Deckel sogar die dreifache Energiemenge.
- Schnellkochtöpfe sparen bis zu 50% Zeit und 30% Strom.
- Wasserkocher verwenden, wenn nur heißes Wasser benötigt wird.
- Zeitgerecht ausschalten und die Restwärme nutzen (bei Backzeiten über 40 Minuten in der Regel 10 Minuten vor Ende). Backofen nicht (zu lange) vorheizen.
- Mit Gasherden kann die Hitze genauer reguliert werden und sie verursachen weniger Kohlendioxid-Emissionen.
Ladegeräte
Manche Ladegeräte ziehen noch Strom, auch wenn das zu ladende Gerät schon voll aufgeladen ist.
Licht
- In Treppenhäusern und Gängen eine Abschaltautomatik einbauen.
- Lampenschirme verwenden, die nicht zuviel Licht schlucken.
- Helle Wände reflektieren zudem Licht.
- Licht ausschalten, wenn der Raum verlassen wird. Qualitativ gute Lampen (mit elektronischem Vorschaltgerät und Warmstart) verkraften das locker: Phillips z.B. gibt die Lebensdauer seiner Lampen mit neuen Jahren an, wenn täglich 16mal ein- und ausgeschalten wird.
- Halogenlampen sind keine Energiesparlampen, sie verbrauchen nur (etwas) weniger als Glühlampen.
- Achtung, Stromfresser: Halogen-Decken und -Standstrahler kosten so richtig Energie.
Klimaanlagen
- Je besser die Dämmung, umso weniger Heiz- und Klimaanlagenkosten.
- Beim Stoßlüften am besten die Heizung ausschalten und alle Räume bei geöffneten Türen gleichzeitig lüften.
Kühlschrank
- Der Kühlschrank (und natürlich auch der Gefrierschrank) sollte nicht neben Wärme abgebende Geräte wie Herd, Backofen, Waschmaschine, Geschirrspüler oder Heizung platziert werden. Auch pralle Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.
- Auch die Luft an der Rückseite des Kühlschrankes sollte gut zirkulieren können.
- Ordnung im Kühlschrank erleichtert das (Aus-)Suchen, so bleibt die Türe nicht länger geöffnet als nötig.
Neugeräte
Achten Sie auf die Energieeffizienzklassen. Der Mehrpreis für ein Gerät der Effizienzklasse A+ oder A++ rechnet sich schnell.
Standby
- Geräte, die gerade nicht gebraucht werden, komplett vom Stromnetz entfernen.
- Auch wenn kein Lämpchen leuchtet: warme oder summende Netzteile verraten die heimlichen Stromverbraucher.
- Steckdosen mit Ein- und Ausschaltefunktion ermöglichen das gleichzeitige Ausschalten einer ganzen Reihe von Geräten.
- Geräte der neueren Generationen speichern Programmierungen in einem integrierten Akku und können so vollständig ausgeschaltet werden.
Staubsauger
- Technisch ausgereifte Geräte erreichen die optimale Saugwirkung schon bei 1.000 Watt. Eine höhere Leistung führt nur zu höheren Betriebskosten.
- Wer den Filter bzw. Beutel rechtzeitig leert, spart Energie.
Waschmaschine
- Waschmaschine nur voll beladen einschalten, nach Möglichkeit den günstigeren Nachtstrom-Tarif nutzen.
- Nur bei richtig dreckiger Wäsche eine höhere Temperatur einstellen, sonst reichen auch 40° und die Vorwäsche braucht es meist auch nicht.
- Schonwaschgänge schonen nur die Wäsche und nicht die Geldtasche: fünffacher Wasser- und vierfacher Stromverbrauch sind nötig.
- Beim Kauf auf die Einstufung für die Schleuderwirkung achten (weniger auf die Drehzahl), dann hat der Trockner weniger zu tun.
Wäschetrockner
- Gut geschleuderte Wäsche kostet den Wäschetrockner weniger Leistung.
- Immer überlegen, ob die Wäsche wirklich "sofort" trocken sein muß, immerhin kostet jeder Trockengang ca. 50 Cent. Wäsche an der Luft trocknen lassen kostet nichts und hilft im Winter z.B. gegen ein zu trockenes Raumklima.
- Beim Kauf auf den Energieverbrauch achten: am klimafreundlichsten sind gasbetriebene Trockner, mehr Energie verbrauchen Ablufttrockner, am meisten elektrische Kondensationstrockner.







