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Architektin DI Patricia Ramersdorfer

Interview mit
Architektin DI Patricia Ramersdorfer

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Vor Kurzem traf ich zufällig auf die Architektin DI Patricia Ramersdorfer. Sie scheint im Oberlech Dauergast zu sein, aber nicht um sich zu erholen, sondern um sich architektonisch auszudrücken. Im Burg Vital Resort der Familie Lucian wurde auf ihr sensibles Verständnis großen Wert gelegt. Aufgrund der mehr als beeindruckenden Referenzen von Frau Ramersdorfer und ihrer klar spürbaren Leidenschaft für diesen Beruf, fragte ich sie, wie sie eigentlich zur Architektur kam.

„Was mich am meisten an der Architektur begeistert, ist die Tatsache, dass man ständig mit neuen Bauaufgaben konfrontiert wird, für welche man passende Lösungen finden muss und darf. Man begegnet den unterschiedlichsten Menschen und diese beiden Themen – Bauaufgabe und Mensch – kann man in einen architektonischen Rahmen bringen. Es ist wirklich ein wunderbarer und faszinierender Beruf.“

Bereits in ihrer Kindheit durfte sie durch ihren Vater Willi F. Ramersdorfer die Begeisterung für Architektur und kreatives Gestalten miterleben. Dies hat ihren weiteren Lebensweg sehr beeinflusst. Ihr Vater war ein wirklich außergewöhnlicher Mensch: Energiegeladen, Tatkräftig, Warmherzig und Menschlich, genial Kreativ, Innovativ… mit einer entscheidenden Portion an Ausdauer, Durchhaltevermögen und Durchsetzungskraft. Nicht zu vergessen: Diplomatie! – Eine entscheidende Eigenschaft in diesem Beruf!

„Ich hoffe sagen zu dürfen, dass ich einen Teil seiner Eigenschaften geerbt habe, auf jeden Fall doch die Liebe und Begeisterung für die Architektur!“

Das schwerpunktmäßige Tätigkeitsfeld ihres Vaters seit den späten 70-er Jahren, war die Hotelarchitektur, beginnend mit einem stilistischen Meilenstein der damaligen Zeit – dem Hotel Löwen in Schruns. Es folgten danach zahlreiche nationale und internationale Hotelprojekte in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien, Russland, der USA, Montenegro und mehr. Bereits als Kind und junge Studentin durfte Patricia ihren Vater in die meisten dieser Länder begleiten und die Entstehung und Entwicklung der diversen Projekte miterleben. Das Reisen war von jeher ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Die Zeit, welche die Beiden für die Fahrten benötigten, wurden genutzt um neue Ideen und Lösungsansätze zu diskutieren und weiter zu entwickeln.

„Voller Dankbarkeit blicke ich auf diese Lehrjahre zurück, gaben sie mir doch die entscheidende Basis für mein heutiges, selbstständiges Schaffen.“

Der zweite Mensch, welcher parallel zu ihrem Vater, Patricias Wertschätzung und Begeisterung für die Architektur noch steigerte, war ihr Universitätsprofessor Arch. DI Dr. Dr. Tech. Manfred Wehdorn, welcher sie während des Studiums tatkräftig förderte und unterstützte. An dessen Institut für Denkmalpflege und Industriearchäologie war sie nach ihrem Diplom noch längere Zeit als Tutor tätig. Auch Architekt Wehdorn ist ein hochbegabter, spiritueller und kreativ schaffender Geist, dessen Architekturbüro die größten denkmalpflegerischen Projekte in Österreich und auch im Ausland ausführt. Der sensible Umgang mit bestehenden und historischen Gebäuden in deren städtebaulicher Umgebung war Patricia von jeher sehr wichtig, ja, man könnte fast sagen, dieses Thema ist innerhalb der Architektur ihre große Leidenschaft und so zählen ihre Umbauprojekte meist zu ihren Lieblingsprojekten. Professor Wehdorn baute ihr hierfür die wissenstechnischen Fundamente.

„Es freut mich, diesen hervorragenden Architekten heute zu meinen Freunden zählen zu dürfen.“

Architektin DI Patricia Ramersdorfer – Eine charismatische, initiative und kreative Persönlichkeit, die trotz ihrem großen Schaffen sehr bodenständig ist. Die Leidenschaft und Begeisterung für ihre Projekte und die Architektur sind faszinierend und regelrecht mitreißend.

Tina Paier, schaffa.at

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Architektin Patricia Ramersdorfer ließ sich von schaffa.at Interview. Lesen Sie hier Ihren Werdegang.
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