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Nachhaltig bauen

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Massivbau: ökonomische und ökologische Vernunft

Nachhaltigkeit beim Hausbau bedeutet, dass ein Haus so geplant wird, dass es auch zukünftigen ökonomischen und ökologischen Anforderungen entspricht. Dabei ist der Begriff Nachhaltigkeit für uns Vorarlberger nichts Neues. Kommt er doch ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Wer vom Wald lebt, darf nicht mehr Holz schlagen als nachwächst. Nachhaltigkeit heißt von Erträgen zu profitieren ohne die Ressourcen zu zerstören.

Für den Massivbau gilt daher: Es kommt nicht nur auf die Baukosten an. Beim nachhaltigen Bauen haben die Hüslebauer zusätzlich die Baufolgekosten im Blick, schonen die Umwelt, legen Wert auf die Beschaffenheit derBaumaterialien und streben nach einer optimalen Wohnqualität.

Nachhaltig vor Ort So sieht es auch Gerhard Vonbank, Geschäftsbereichsleiter GU-Bau bei der Rhomberg Bau GmbH in Bregenz. „Im Massivbau werden hauptsächlich Materialien eingesetzt wie z.B. Ziegel, Beton, die als rein mineralische Baustoffedem Gedanken der Nachhaltigkeit im Bau in hohem Maße entsprechen, da sie ohne Chemie auskommen, lokal verfügbar sind und wiederverwertet werden können.“ Apropos lokal: Zum Nachhaltigkeitsaspekt gehört auch die Berücksichtigung der Transportwege für das Material während des Hausbaus beziehungsweise die Anfahrtswege der Handwerker. Lange Strecken steigern den Energiebedarf und die Kosten, was der Idee der Nachhaltigkeit zuwider läuft. Ein Grund mehr auf Know-how und Manpower aus dem Ländle zu setzen.

Wiederverwendbare Materialien Massivhäuser beeindrucken unter anderem durch ihre Langlebigkeit – und überzeugen damit schon in puncto Nachhaltigkeit. Während der Nutzungsdauer sollten Häuser – etwa beim Energieverbrauch – einerseits ökonomisch betrieben werden können und andererseits die Umwelt schonen. Diese Kriterien erfüllt die Massivbauweise. „Massive Bauteile sind durch ihr hohes Eigengewicht hervorragend zur Wärmespeicherung geeignet. Dadurch ist der sogenannte sommerliche Wärmeschutz (gegen Überhitzung) optimal“, meint auch Gerhard Vonbank. Die zusätzliche Installation von Klima regulierenden Geräten ist in der Regel nicht notwendig. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Sollte ein Haus dennoch einmal abgerissen werden müssen, garantieren die wenigen, meist homogenen, schadstofffreien Baustoffe eine problemlose Trennung und die Möglichkeit einer erneuten Verwendung.

Mehrwert und mehr Wert Nachhaltigkeit beim Hausbau bedeutet nicht nur einen möglichst geringen Verbrauch an Ressourcen – und somit einen ökologischen Mehrwert. Auch ein auf Dauer stabiler Marktwert ist ein Kriterium für nachhaltiges Bauen. Schließlich sind 80 Jahre und älter für ein Massivhaus nichts Außergewöhnliches. Die Nachhaltigkeit resultiert insgesamt ausWirtschaftlichkeit sowie Umweltschutz, flexiblen Umbaumöglichkeiten, geringeren Unterhaltskosten und die längere Lebensdauer.

Fazit: Massivhäuser sind nachhaltig Die Massivbauweise verbindet die Anforderungen an Ökonomie und Ökologie in hervorragender Weise. Das hohe Speichervermögen der massiven Baumaterialien

  • garantiert einen bestmöglichen Wärmeschutz,
  • reduziert die Heizkosten und
  • verhindert zu große Temperaturschwankungen.

Hinzu kommt, dass die Baustoffe aus heimischen Rohmaterialien produziert werden und somit die Transportkosten minimieren. Nach einem Abriss oder Rückbau können die Baumaterialien erneut genutzt werden.

Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Für Gerhard Vonbank von der Rhomberg Bau GmbH punktet die Massivbauweise auch hinsichtlich einer sozialen Nachhaltigkeit: „(…) Das Gleiche gilt für den Schallschutz. Durch seine hohe Masse ist diese Bauweise ideal für die Einhaltung des Luftschallschutzes und auch als Schutz gegen Immissionen der Außenwelt – Handy Strahlungen, Elektrosmog, etc. – ideal.“

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