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Richtig düngen

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Der Mai ist auch für Deinen Garten ein Wonnemonat. Schließlich wollen im Frühjahr Pflanzen und Rasen gedüngt werden. Wer sich den Sommer über – und wenn möglich bis in den Herbst – an seiner Gartenpracht erfreuen möchte, muss spätestens jetzt aktiv werden. Dabei hast Du als Gärtner die Qual der Wahl. Im Handel gibt es eine Fülle an Düngern. Vom mineralischen, flüssig oder fest, über organisch-mineralisch bis hin zum organischen Dünger.

Gerade wenn Du am Anfang Deiner Hobbygärtnerkarriere stehst, scheint der Griff zum mineralischen Dünger besonders verlockend. Die Anwendung ist einfach, die genaue Dosierung wird via Verpackung / Anleitung gleich mitgeliefert. Andererseits: Viele mineralische Dünger beinhalten Nitrate, die der Boden schlecht speichern kann und die deshalb das Grundwasser beeinträchtigen können.

Für die Umwelt verträglicher wäre also organischer Dünger im Garten. Landschaftsgärtnermeisterin Nadine Danek, Geschäftsführerin von projekt.Garten in Feldkirch erklärt es so: „Organischer Dünger ist mit Vollwertkost zu vergleichen. Mineralische und organisch-mineralische Dünger sind wie Fast Food. Schnelle Ergebnisse, kurze Anhaltedauer und Langzeitschäden.“

Boden – Pflanzen – Düngen

Die Pflanzen in unserem Garten brauchen neben Wasser und Licht Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium, Phosphor, Schwefel und einige andere. Die müssen den Böden in unserer Garten-Kulturlandschaft in den meisten Fällen zugegeben werden. Denn Pflanzen oder Rasen können noch so hochwertig sein, auf einem schlechten Boden gedeiht sich’s schwer. Nach dem Motto „Gib nur in den Boden, was der Regenwurm fressen und verdauen kann“, plädiert Nadine Danek für die organische Düngervariante. Die Landschaftsgärtnermeisterin ist überzeugt: „Natur funktioniert nur mit Natur – und bleibt somit im Gleichgewicht.“ Die Erfolge träten genau so schnell ein wie bei den anderen Düngern.

Langanhaltende Wirkung

Organische Dünger kommen schon seit mehreren hundert Jahren in der Landwirtschaft zum Einsatz. Heutzutage handelt es sich in der Regel um Abbauprodukte organischen Materials wie Bioabfälle aus dem Haushalt oder auch tierischen und pflanzlichen Resten aus der Land- oder Forstwirtschaft. Die für Boden und Pflanzen wertvollen Nährstoffe sind in dem organischen Material gebunden. Das organische Material wird von Kleinstlebewesen beziehungsweise in der Erde lebenden Organismen zu Humus verarbeitet und die Nährstoffe peu à peu – über Monate – abgegeben.

Apropos Humus: Mit einem eigenen Komposthaufen, der gelegentlich aufgelockert werden sollte, damit die organischen Abfälle leichter zu Humus zersetzt werden können, lässt sich organischer Dünger problemlos direkt im eigenen Garten herstellen.

Überdüngung vermeiden

Falls Du ohne Kompost im Garten direkt zur Sache kommen möchtest, bieten sich mineralische Dünger an. Doch ein wenig Vorbereitung ist hier ebenfalls ratsam: Weil Pflanzen auch überdüngt werden können, ist eine „Bodenanalyse“ angebracht. So speichern sandige Böden schlechter Wasser, Kalkböden geizen mit Nährstoffen während nährstoffreiche Lehmböden kaum nach Dünger gieren. Mit den entsprechenden mineralischen Düngern lässt sich aus fast jedem Boden etwas herausholen. Für Nadine Danek vom projekt.Garten wäre dies allerdings lediglich ein Herumdoktern an den Symptomen.

Anstatt Zeit und Geld in die Symptombehandlung zu investieren, empfiehlt sie die Böden mit rein natürlichen Bodenaktivatoren zu verbessern. Bei regelmäßiger Anwendung ernährten diese die Bodenlebewesen, die Mikroorganismen fühlten sich wohl und würden prächtig gedeihen. „Der Regenwurm lockert den Boden auf und sorgt dafür, dass die Staunässe aus dem Boden abgeleitet wird. Die Mikroorganismen wiederum reichern den Boden mit Nährstoffen an.“

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