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Sicherheitstipp: Küche

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In den meisten Häusern ist die Küche das Herzstück des Hauses. So wird auch viel Zeit in Vorarlbergs Küchen verbracht. Dies gilt auch, oder besonders, wenn Kinder im Haus sind. Da Kleinkinder direkt alles anfassen oder in den Mund nehmen, müssen die Eltern die größten Risiken kennen und vermeiden.

„Verbrennungen und Verbrühungen zählen zu den häufigsten Verletzungsarten bei Kindern unter sechs Jahren. Schon der heiße Inhalt einer einzigen Tasse kann bis zu 30 Prozent der Haut eines Kleinkindes verbrühen. Die Kinder leiden später oft stark unter den bleibenden sichtbaren Narben. Kinder sind neugierig, sie wollen ihre Umgebung „begreifen“. Vermeiden sie deshalb herabhängende Tischdecken, herunterhängende Elektrokabel und sichern sie ihren Herd mit einem Herdschutzgitter.“ Mario Amann | Projektleiter | Sicheres Vorarlberg

Sicherheitstipps für Küchen und den Essbereich

Herd – Achtung Heiß!

Die Neugierde und der Entdeckerdrang von Kindern ist riesig. Sehr verlockend ist die Kochstelle – was brutzelt da und woher kommt das rote Licht, das die Töpfe von unten anleuchtet? Pfannenstiele verleiten zum Herunterziehen. Sinnvoll ist es, die hinteren Herdplatten zu verwenden und Pfannenstiele nach hinten zu drehen. Ein Herdschutzgitter verwehrt Kindern den Zugriff – damit können mögliche Verbrühungen mit heißen Flüssigkeiten verhindert werden. Vorsicht ist natürlich auch bei Herdplatten und Backrohr geboten. Die Kleinen möchten – im wahrsten Sinne des Wortes – ihre Umgebung begreifen und schon tasten sie mit ihren kleinen Händchen auf die Platten oder möchten unbedingt sehen, wie der Kuchen im Backrohr immer größer wird. Verbrennungen sind die Folge.

Wasserkocher

Wasserkocher sind oft Ursache für schwere Verbrühungen – deshalb sollten diese immer ganz hinten an die Wand gestellt, das Kabel zusammengerollt und das heiße Wasser in eine Kanne mit verschließbarem Deckel umgefüllt werden. Bis zum 3. Lebensjahr des Kindes verzichten Sie lieber auf Tischdecken – kurz daran gezogen, kann sich die Tasse mit dem heißen Getränk über Ihr Kind ergießen. Der Inhalt einer heißen Tasse kann rund 30 Prozent der Körperoberfläche eines Kleinkindes verbrühen – dies bedeutet bereits Lebensgefahr!

Hochstuhl – angenehmen Appetit

Ein Hochstuhl ist beliebt und praktisch – er ermöglicht den Kleinen die Teilnahme am Essen bei Tisch. All zu oft werden die Eltern jedoch von den Entwicklungsfortschritten ihrer Kinder überrascht. Die Kinder stehen auf und stürzen zu Boden. Bereits beim Kauf eines Hochstuhles sollte auf die Standsicherheit geachtet werden. Besonders empfehlenswert sind mitwachsende Modelle. Um ein Aufstehen des Kindes zu verhindern, sollte ein Gurt angebracht werden. Platzieren Sie den Stuhl so, dass sich die Kleinen nicht am Tisch abstoßen können. Ein Teppich unter dem Hochstuhl kann einen eventuellen Sturz etwas entschärfen.

Doch das Wichtigste: lassen Sie ein Kind im Hochstuhl nie alleine!

Haushaltschemie – außer Reichweite

Die Flasche mit dem verlockenden Himbeersaft-Etikett steht ganz vorne im Schrank. Dass sie auch mit Gefahrenhinweisen beklebt ist, sieht man auf den ersten Blick nicht. Denn statt Saft enthält die Flasche ein Putzmittel. Weil die Originalflasche defekt war, wurde die Chemie in ein anderes Behältnis umgefüllt.

Immer wieder kommt es vor, dass Benzin, Spiritus und andere kritische Substanzen in Lebensmittelflaschen umgefüllt werden und speziell von Kindern mit Getränken verwechselt werden. Bei den ganz Kleinen sind die Flaschen in allen möglichen tollen Farben natürlich besonders attraktiv. Giftige Substanzen wie Wasch- und Spülmittel, Möbelpolituren, aber auch Farben, Lacke usw. gehören in ihren Originalgebinden außerhalb der Erreichbarkeit von Kindern aufbewahrt. Mit sogenannten „Schranksperren“, können Sie gezielt einzelne Schränke oder Schubladen unzugänglich machen – nur darf auch hier nicht vergessen werden, das Kind frühzeitig und altersgerecht über die Gefahr aufzuklären.

Telefonnummer Vergiftungszentrale: 01/406 43 43

Quelle: www.sicheresvorarlberg.at

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