Schaffa.at - Bauen & Renovieren - Handwerkerbonus | schaffa.at
Home » Bauen & Renovieren » Voraussetzungen für den Handwerkerbonus

Voraussetzungen für den Handwerkerbonus

Share Button

Voraussetzungen

Nur natürliche Personen können einen Förderantrag stellen. Dabei ist zu beachten, dass pro Kalenderjahr, Förderungswerber und Wohneinheit grundsätzlich nur ein Antrag gestellt werden kann, auch wenn der maximale Förderbetrag von € 600,- noch nicht ausgeschöpft wurde. Auch mehrere Endrechnungen können in einem Förderantrag zusammengefasst werden. Es ist zu berücksichtigen, dass aus verwaltungstechnischen Gründen als minimaler Rechnungsbetrag € 200,- festgelegt ist.

Hinweis: Möglich ist allerdings, dass beide Ehepartner für die gemeinsame Wohnung jeweils einen Förderantrag abgeben, wobei zu beachten ist, dass die Summe der gemeinsamen Förderung mit € 600,- limitiert ist.

Die durchgeführten Arbeitsleistungen müssen nach dem 30. Juni 2014 und vor dem 1. Jänner 2016 erbracht worden sein. Sollten Leistungen über den Jahreswechsel erfolgt sein, ist zu beachten, dass für 2014 und 2015 zwei gesonderte Förderanträge abzugeben sind.

Beispiel:

Es werden förderungswürdige Umbaumaßnahmen von November 2014 bis Februar 2015 durchgeführt.

Um die Förderung für den gesamten Leistungszeitraum ausnützen zu können, muss mit Stichtag 31. Dezember 2014 eine Endrechnung gelegt werden. Für die Leistungen von Jänner bis Februar 2015 muss eine gesonderte Endrechnung ausgestellt werden. Es sind zwei Förderanträge für 2014 und 2015, und zwar bis spätestens Ende Februar 2015 bzw. Ende Februar 2016 einzureichen.

Beim geförderten Wohnobjekt muss es sich um einen Haupt- oder Nebensitz handeln, welcher tatsächlich zu Wohnzwecken genutzt wird und in Österreich liegt.

Die Bezahlung der Handwerkerrechnung muss per Banküberweisung erfolgen. (Damit dem Zweck des Gesetzes – Schwarzarbeit zu bekämpfen – Rechnung getragen wird, sollen Zahlungen nachvollziehbar sein.)

Der Förderungswerber darf keine sonstigen Förderungen (wie geförderte Darlehen, steuerfreie Zuschüsse, Steuerbegünstigungen, Geltendmachung von Werbungskosten oder Sonderausgaben) für die in Anspruch genommenen Arbeitsleistungen geltend machen, da sonst eine Doppelförderung vorliegen würde. Dies ist im Förderantrag schriftlich zu bestätigen. Bei Verstoß ist die Förderung zurückzuzahlen.

Die zu fördernden Arbeitsleistungen müssen von einem Unternehmer erbracht worden sein, der eine entsprechende Gewerbeberechtigung innehat.

 

Jedenfalls darunter fallen:

  • Baumeister
  • Bodenleger
  • Dachdecker
  • Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung
  • Elektro-, Gebäude- und Alarmanlagentechnik
  • Gas- und Sanitärtechnik
  • Glaser, Glasbeleger und Flachglasschleifer
  • Hafner
  • Heizungstechnik; Lüftungstechnik, Kälte- und Klimatechnik
  • Keramiker; Platten- und Fliesenleger
  • Kommunikationselektronik
  • Kunststoffverarbeitung
  • Maler und Anstreicher; Lackierer; Vergolder und Staffierer
  • Rauchfangkehrer
  • Schädlingsbekämpfung
  • Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau; Metalltechnik für Schmiede
  • Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik
  • Spengler
  • Steinmetzmeister einschließlich Kunststeinerzeugung und Terrazzomacher
  • Stukkateure und Trockenausbauer
  • Tapezierer
  • Tischler und Drechsler
  • Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer
  • Holzbau-Meister (Zimmermeister)
  • Ingenieurbüros (planende und beratende Ingenieure)

 

Vorsicht:

Der Förderungswerber sollte sich vergewissern, ob eine entsprechende Gewerbeberechtigung vorliegt, ansonsten droht eine Rückzahlung der Förderung! (Dies gilt nicht nur für österreichische Unternehmen, sondern auch für Unternehmen aus dem EU-Raum.)

Daher empfiehlt es sich in jedem Fall, vom leistenden Unternehmen eine entsprechende Bescheinigung einzuholen.

Alternative:

Österreichische Unternehmen können über das Firmen A-Z der WKÖ abgefragt werden.

Sollten ausländische Unternehmer aus der Europäischen Union die Leistungen durchgeführt haben, müssen diese im Dienstleisterregister des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft aufscheinen.

Hinweis: Beide Datenbanken werden regelmäßig aktualisiert, dennoch können Gewerbeberechtigungen zum Zeitpunkt der Abfrage nicht tagesaktuell sein!

 

Einreichung des Förderungsansuchens

Das vollständige Förderungsansuchen muss für Arbeitsleistungen im Kalenderjahr 2014 bis Ende Februar 2015 bzw. für Arbeitsleistungen im Kalenderjahr 2015 bis Ende Februar 2016 bei den Zentralen der Bausparkassen eingebracht werden. Die Antragstellung hat vorzugsweise per E-Mail oder Fax zu erfolgen. Es ist jedoch auch eine Abgabe in den zum Vertriebsnetzwerk der Bausparkassen gehörenden Filialen oder eine Übermittlung per Post möglich.

Eine Förderung wird nur dann gewährt, wenn das Ansuchen vollständig ausgefüllt und die erforderlichen Unterlagen beigelegt werden:

  • Familienname und Vorname
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum und Sozialversicherungsnummer
  • Postanschrift
  • E-Mail-Adresse, wenn vorhanden
  • Bankverbindung
  • Adresse des Förderobjekts
  • Kopie des Meldezettels
  • Kopie der Endrechnung der Arbeitsleistungen
  • Nachweis der erfolgten Überweisung (z.B. Kontoauszug, Überweisungsbeleg)
  • Datum und Unterschrift

 

Hinweis: Weiters müssen die allgemeinen Förderungsbedingungen auf dem Ansuchen vorbehaltslos akzeptiert werden. Kontrollmaßnahmen und Aufbewahrungserfordernisse

Die Abwicklungsstelle ist dazu berechtigt, stichprobenartige Überprüfungen vorzunehmen, um die Einhaltung der Förderbestimmungen zu kontrollieren. Dabei können auch Vorort-Prüfungen in der Wohnung des Förderungswerbers vorgenommen werden. Der Förderungswerber ist verpflichtet, die mit der Förderung in Zusammenhang stehenden Unterlagen 7 Jahre aufzubewahren und gegebenenfalls im Nachhinein schwer feststellbare Arbeiten (z.B. Verlegen von Kabeln in der Wand) mit Foto zu dokumentieren.

Achtung: Jeder Verstoß gegen Verpflichtungen, Auflagen und Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Förderung von Handwerkerleistungen oder die Förderrichtlinien kann zu einer Rückforderung der gewährten und schon ausbezahlten Förderung führen!

Ähnliche Artikel

Ein Naturmaterial als Stein der Weisen

So lässt das Naturmaterial auch im Wohn- und Gartenbereich viele... weiterlesen...

Wo alle Fäden zusammenlaufen

Wer baut, sieht sich mit einer Reihe von Aufgaben konfrontiert.... weiterlesen...

Bewährte Qualität vom Baumeister

Der Hausbau ist eine der größten Investitionen im Leben eines... weiterlesen...

Auf die Terrasse. Fertig. Los!

Die  Auswahl an Terrassendielen reicht von heimischen Hölzern über zertifizierte... weiterlesen...

Die Fliese kann mehr – viel mehr!

  Kein anderer Werkstoff bringt diese Farbvielfalt mit sich. Holz-... weiterlesen...

Wohnen 500-Projekt der VOGEWOSI in Mäder eröffnet

Die Menschen, die künftig hier leben werden, sind bunt gemischt:... weiterlesen...

Baubegleitung #19

Die Fassade wurde mit der Abdichtung versehen und alles für... weiterlesen...

Baubegleitung #15, #16, #17

Neues von der Baustelle in Dornbirn. weiterlesen...

Baubegleitung #13 und #14

Neues von der Baubegleitung in Dornbirn. weiterlesen...

Baubegleitung #12

Fassadenplatten (Lambdapor) geklebt und gespachtelt. weiterlesen...