Natürlichkeit für besseres Raumklima

Feldkirch - Sigrid und Markus Hämmerle-Fehr aus Feldkirch war das Verwenden von natürlichen Baustoffen wichtig. Da darf es dann ruhig ein bisschen mehr sein.
Daten & Fakten

Einfamilienhaus
Sigrid und Markus Hämmerle-Fehr mit Julian (5) und Antonia (1 1/2)

Wohnfläche: 145m²
Grundstück: 700 m²

Bauzeit: 1 Jahr
Einzug: Juni 2008

Energie: Grundwasserwärmepumpe und Kachelofen

Ausführende Unternehmen

Architekt
Wolfgang Schmieder und Gerd Fischer



Bauunternehmen
Dobler Bau, Röthis

Es gibt Dinge, bei denen möchte man ganz schön dick auftragen. Bei Sigrid und Markus Hämmerle-Fehr war das so, als es um die Wandgestaltung ging. „Lehmputz hat uns nicht nur gut gefallen“, erzählt die 36-jährige, „da wir auch großen Wert auf natürliche Baumaterialien gelegt haben, war uns das gerade recht.“ Und so wurde der gesamte Wohnbereich im Erdgeschoss mit dem gelblich- schlammfarbigen Putz gestaltet. Dabei setzte das Ehepaar aus Feldkirch nicht nur auf eine ökologische Solonummer, sondern auf ein Duo, das sich bestens versteht.

Naturbewusstes Traumpaar 
Holz und Lehm Holz und Lehm sind nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ein naturbewusstes Traumpaar. Holz atmet und isoliert zugleich. Lehm hingegen kann relativ schnell Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese bei Bedarf wieder abgeben. Im Zusammenspiel entsteht so ein natürliches, wohliges und ausgeglichenes Wohnklima. Und das Beste: Sie sehen in Kombination auch noch super aus. Zudem haben sich die Sozialpädagogin und der Sozialarbeiter im Erdgeschoss für einen Boden aus Eiche entschieden, im Obergeschoss, wo sich die Schlafzimmer befinden, für Fichte. Die Decke, die ebenfalls aus Holz ist, bildet sozusagen die homogene Parallele. Davon ein eigenes Haus zu bauen, hat vor allem der 37-jährige gebürtige Lustenauer geträumt. „Mein Mann hat immer Pläne gezeichnet“, erinnert sich die zweifache Mutter und fügt augenzwinkernd hinzu, „das war oder besser gesagt ist sein Hobby. Nur jetzt sind es eben Skizzen für unseren Garten.“ Wie das Haus soll nämlich auch das Grüne drumherum etwas Besonderes werden.
 
Umgesetzt wurde der Wohntraum dann mit der Firma Dobler Bau und den Architekten Wolfgang Schmieder und Gerd Fischer. Und zwar als Objekt mit einem schlagkräftigen Namen: das so genannte HIT-Haus. Dahinter steht ein durchdachtes Generationenkonzept. Sigrid und Markus Hämmerle- Fehr haben sich für ein zweigeschossiges Wohngebäude entschieden. „Julian war ja schon auf der Welt, als wir mit dem Bau begonnen haben“, begründet die Gisingerin die Entscheidung. „Außerdem wussten wir ja, dass wir noch ein zweites Kind wollen.“ Dennoch war es der kleinen Familie wichtig, auch später flexibel auf ihre Bedürfnisse reagieren zu können. Das Erdgeschoss funktioniert daher als selbstständige Einheit. Es sind nämlich nur wenige Arbeiten nötig, um die Toilette und den Abstellraum in ein Badezimmer zu verwandeln. „Die Wand dazwischen wurde nämlich in Leichtbauweise errichtet und auch der Schieferboden wurde bereits durchgehend verlegt“, sagt Hämmerle-Fehr.
 
[Quelle: vol.at]
 

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