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Zeitlose Klassiker

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Ökonomisch und ökologisch

Was haben Beton, Kalksandstein und Ziegel gemeinsam? Abgesehen davon, dass sie für den Massivbau verwendet werden und damit zu den meistgenutzten Baumaterialien in Vorarlberg gehören? Die Ausgangsstoffe für die drei Baumaterialien sind ausschließlich natürlichen Ursprungs und überzeugen durch ihre Langlebigkeit. Massivhäuser stehen im wahrsten Sinne des Wortes für Nachhaltigkeit – ökonomisch und ökologisch.

Ist ein Massivhaus errichtet, müssen auf Grund der hochwertigen Baumaterialien keine zusätzlichen Ressourcen mehr verbraucht werden. Stünde nach mehreren Jahrzehnten ein Abriss an, könnten die Baumaterialien auf Grund ihrer Beschaffenheit und Qualität vollständig recycelt werden. Grund genug, um die nachhaltigen Baustoffe einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Welche Eigenschaften machen Porenbeton, Kalksandstein oder Ziegel zu idealen Materialen beim Massivhausbau?

Ziegelsteine: Seit Jahrtausenden bewährt

Schon die Bauherren der Antike schätzten die Vorteile eines Mauerwerks aus Ziegelsteinen. Ziegel punkten insbesondere durch die hohe Wärme- und Schalldämmung. Ziegelsteine bestehen aus Lehm oder Ton und werden bei rund 1.000 Grad Celsius gebrannt. Um eine optimale Wärmedämmung zu erreichen, werden dem Ton zum Beispiel Zellulose oder Sägemehl beigemischt, die komplett verbrennen und Hohlräume hinterlassen. Diese Poren sorgen für die hervorragenden Dämmeigenschaften. Beim Massivhausbau kommen in den meisten Fällen sogenannte Hochlochziegel zum Einsatz. Die Ziegel erreichen eine besonders gute Wärmedämmung, wodurch auf zusätzliche Dämmstoffe häufig verzichtet werden kann.

Porenbeton: Massivbau leicht gemacht

Porenbeton, gelegentlich noch als Gasbeton bezeichnet, dürfte vielen „Hüslebauern“ im Ländle auch unter dem Markennamen Ytong bekannt sein. Der Baustoff wird aus einer Mixtur von Aluminiumpulver, Zement, Kalk und Quarzsand sowie Wasser hergestellt. Die bei der Produktion entstehenden feinen Poren machen das Baumaterial besonders leicht. Deshalb wird beim Bau von Massivhäusern – um Zeit zu sparen – häufig mit größeren Steinen gearbeitet. Das geringe Gewicht macht’s möglich. Da sich Porenbeton gut bearbeiten lässt, eignet sich der Baustoff auch ideal für Heimwerker. Die Steine können problemlos mit einer Handsäge bearbeitet werden. Wie die Ziegel überzeugt Porenbeton mit seinen wärmedämmenden Eigenschaften.

Kalksandstein: der ideale Lärmschutz

Zwar benötigt Kalksandstein, um die wärmedämmenden Eigenschaften von Ziegeln und Porenbeton zu erreichen, eine zusätzliche Dämmung. Die hohe Dichte des Materials sorgt dagegen für einen optimalen Schall- und Lärmschutz. Neben den Ziegeln ist Kalksandstein das am zweithäufigsten verbaute Baumaterial für Massivbaumauerwerke. Dabei wird zwischen Loch- und Vollsteinen unterschieden. Während mit Lochsteinen die Innenwände gemauert werden, bestehen die Außenwände aus Vollsteinen.

Beton: Alleskönner beim Massivbau

Der Baustoff überzeugt neben seinen guten Schallschutzeigenschaften durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten beim Massivbau. Beton kann im Grunde für alle Formen und Größen genutzt werden. Seien es Decken, Trennwände, Dachplatten oder Treppen. Für den Bau von Massivhäusern eignen sich zudem Betonfertigteile.

„Durch die Verwendung von Betonfertigteilen ist ein rascher Baufortschritt möglich, da die Produktion witterungsunabhängig in Werkshallen erfolgt“, erklärt BM Ing. Josef Loacker, Geschäftsführer der Josef Loacker GmbH in Götzis. „Bei der werksmäßigen Vorfertigung kommen in der Regel computergestützte Gerätschaften zum Einsatz die einen optimierten Produktionsablauf mit hoher Produktqualität ermöglichen. Auf Grund dieser Voraussetzungen können Betonfertigteile in hoher Qualität und sehr wirtschaftlich hergestellt werden. So werden beispielsweise Elementdeckenplatten in den verschiedensten Bereichen des Wohn- und Industriebaues verwendet.“

Die Basisrezeptur des Baumaterials setzt sich aus Zement, Wasser und Kalkstein zusammen. Auf Grund seiner hohen Dichte ist allerdings – wie beim Kalksandstein – eine zusätzliche Wärmedämmung im und am Haus notwendig.

Plus an Sicherheit

Zu den positiven Eigenschaften, die Ziegel, Porenbeton, Kalksandstein oder Beton haben, sei zum Schluss eine besonders erwähnt: Alle Baustoffe punkten mit überzeugenden Brandschutzwerten. Da sie aus nicht brennbaren Materialien bestehen, sorgt dies für Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Brandschäden an einem aus Stein gebauten Haus fallen weniger massiv aus und lassen sich leichter beheben.

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